Gerichtsurteil : Yoko Ono gewinnt Streit um Lennon-Filme

In einem Streit zwischen Yoko Ono und der Videofirma World Wide Video geht es um Videos aus der kreativsten Phase in John Lennons Musikerkarriere. Yoko Ono will die Ausstrahlung des brisanten Materials verhindern, zieht vor Gericht und gewinnt.

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Ex-Beatle-Witwe mit Biss: Yoko Ono. -Foto: dpa

New York/Boston Yoko Ono, Witwe von Ex-Beatle John Lennon, hat im Streit mit einer US-Videofirma um private Filmaufnahmen des Musikers einen Sieg errungen. Eine Bundesrichterin in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) habe eine Klage der Firma World Wide Video gegen Ono verworfen, berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung "Boston Herald" am Mittwoch. Das Unternehmen hatte Ono unter anderem Copyright-Verletzung vorgeworfen, nachdem sie die Veröffentlichung von umfangreichem Dokumentarmaterial über den legendären Musiker blockiert hatte. Nach dem Urteil der Richterin handelte die Lennon-Witwe rechtmäßig.

Der Gerichtsstreit drehte sich um Material aus einer der kreativsten Phasen Lennons kurz vor dem Auseinanderbrechen der Beatles 1970. Lennon ist demnach zu sehen, wie er den späteren Hit „Remember“ schreibt und übt, wie er Marihuana raucht, über frühere Heroin-Erlebnisse spricht und darüber scherzt, dem damaligen US- Präsidenten Richard Nixon LSD in den Tee zu mischen.

Die Firma World Wide Video machte geltend, sie habe die insgesamt zehn Stunden langen Aufnahmen im Jahr 2000 für 125.000 Dollar gekauft und deshalb ein Recht zur Veröffentlichung. Ono pochte ebenfalls auf das Besitzrecht. Sie habe die Aufnahmen zwei Jahre später für 300.000 Dollar von einem Mann in Florida erworben. (sgo/dpa)

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