Gerichtsverfahren : Ballack zahlt 70.000 Euro für Zollvergehen

Das Gerichtsverfahren gegen Michael Ballack wegen Steuerhinterziehung wird gegen eine Zahlung von 70.000 Euro eingestellt. Ballack hatte eine für seine Freundin in Dubai gekaufte Handtasche bei der Ankunft in München nicht verzollt.

Landshut - Fußballstar Michael Ballack zahlt 70.000 Euro und umgeht damit ein Gerichtsverfahren wegen Steuerhinterziehung. Wie sein Anwalt Ernst Fricke in Landshut sagte, wird der Profi von Chelsea London 5000 Euro an die bayerische Staatskasse und 65.000 Euro an soziale Träger zahlen. Damit sei die Sache "erledigt". Die Staatsanwaltschaft hatte dem Ex-Bayern-Spieler vorgeworfen, bei der Rückkehr aus dem Trainingslager der Mannschaft in Dubai im Januar eine Damenhandtasche nicht verzollt zu haben.

Ballack hatte die Tasche für knapp 2000 Euro seiner Lebensgefährtin als Mitbringsel gekauft. Bei der Rückkehr auf dem Münchner Flughafen hatte er das Geschenk nicht vorschriftsmäßig beim Zoll deklariert - was ihn etwa 300 Euro gekostet hätte - und war bei einer Kontrolle erwischt worden.

Die für den Flughafen zuständige Staatsanwaltschaft Landshut leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. Ballack wurde zunächst eine Verfahrenseinstellung gegen eine Geldauflage von 50.000 Euro angeboten, die der Fußballstar jedoch ablehnte. Der zuständige Strafrichter erließ daraufhin einen Strafbefehl über zwölf Tagessätze zu je 5000 Euro, insgesamt eine Summe von 60.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft rechnet einem Sprecher zufolge damit, dass am Donnerstag oder Freitag der Beschluss vom Amtsgericht eingehen wird, mit dem das Verfahren gegen eine Zahlung von 70.000 Euro eingestellt wird. Laut Anwalt Fricke zeigte sich Ballack mit der Lösung des Falles zufrieden, da der größte Teil des Geldes nicht der Staatskasse, sondern sozialen Zwecken zugute komme. (tso/ddp)

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