Gerüchte in Italien : Streit um Pavarottis Erbe

Wenige Tage nach der Beerdigung des Opernstars Luciano Pavarotti gibt es in Italien Gerüchte um einen Erbstreit. Der Maestro soll in seiner zweiten Ehe unglücklich gewesen sein und noch kurz vor seinem Tod sein Testament geändert haben.

Pavarotti
Luciano Pavarotti und seine Frau Nicoletta Mantovani bei ihrer Hochzeit Ende 2003. -Foto: dpa

Rom Die Gerüchteküche in Italien brodelt. Der "Tenorissimo" soll über den Zustand seiner Ehe derart deprimiert gewesen sein, dass er noch kurz vor seinem Tod ein neues Testament verfasste. Eine langjährige gute Freundin und Vertraute Pavarottis - die Ärztin LidiaLa Marca - sagte der Turiner Zeitung "La Stampa", Mitte August habe ihr der Sänger gesagt, dass er privat sehr unglücklich sei: "Seit ein paar Jahren quält mich Nicoletta, sie lässt mich ganz alleine leben, isoliert mich, selbst Freunde kommen mich nicht mehr besuchen, und sie spricht schlecht über meine Töchter."

Pavarotti und seine 30 Jahre jüngere ehemalige Sekretärin Mantovani hatten Ende 2003 geheiratet und haben eine gemeinsame Tochter. Aus seiner ersten Ehe hatte der Maestro bereits drei erwachsene Töchter. Mantovani denke "immer nur ans Geld, sie kommt mit irgendwelchen Dokumenten, die ich unterschreiben soll", habe er hinzugefügt. "Entweder ich schieße mir eine Kugel in den Kopf oder wir trennen uns", zitierte das Blatt La Marca.

Dementi der Töchter

Pavarottis Töchter dementierten am Dienstagabend in einem Brief Spekulationen über ein neues Testament: "Davon wissen wir nichts." Allerdings gebe es ein Testament, das in wenigen Monaten eröffnet werden soll. Die Nachrichten über angebliche Streitigkeiten in der Familie machten sie sehr traurig, fügten sie hinzu.

Bei Pavarotti war im vergangenen Jahr Krebs an der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert worden. Am vergangenen Donnerstag erlag er im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt Modena seinem Leiden. (mit dpa)

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