Gesangswettbewerb : Johnny Logan hält Grand Prix für Witzveranstaltung

Er ist der einzige Musiker, der den Eurovision Song Contest zweimal gewonnen hat. Doch Johnny Logan sieht für den Wettbewerb keine Zukunft. Was in den letzten Jahren auf die Bühne tritt, findet er "erbärmlich".

Logan
Logans "Hold Me Now" ist eine Grand-Prix-Hymne. -Foto: ddp

RustDer zweifache Grand-Prix-Gewinner Johnny Logan (53) fordert eine Reform des Eurovision Song Contests. Der europäische Sängerwettstreit ist zu einer Witzveranstaltung verkommen, meint er.

"Was beim Eurovision Song Contest auf die Bühne kommt, ist erbärmlich", erklärt Logan, der den Wettbewerb als einziger Musiker zweimal gewonnen hat. "Mit musikalischer Qualität hat das nichts mehr zu tun."

Logan plädiert für schärfere Auswahlkriterien

"Die Veranstalter müssen daran arbeiten, den alten Glanz wieder herzustellen", sagt der irische Musiker und Komponist. Die Auswahlkriterien müssten verschärft und das Publikum stärker eingebunden werden.

"Das Wahlverfahren muss dahingehend verändert werden, dass die Besten gewinnen und nicht diejenigen, die am schrillsten und lautesten sind." In der jetzigen Form habe der Song Contest keine Zukunft. "Ein Wettbewerb, der sich selbst durch den Dreck zieht, kann nicht erwarten, dass man ihn ernst nimmt."

Erfolgreich als Interpret und Komponist

Logan hatte den Song Contest 1980 und 1987 gewonnen. Er war mit den Titeln "What's Another Year" und "Hold Me Now" erfolgreich. 1992 komponierte er den irischen Beitrag, mit dem die Sängerin Linda Martin den Wettbewerb für sich entschied. Bereits 1984 war Martin mit einem ebenfalls von Logan produzierten Titel Zweite geworden.

Das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contests findet am 24. Mai in Belgrad statt, die No Angels treten dabei für Deutschland an. (smz/dpa)

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