Welt : Gesichter des Sommers: Biergartenwetter, Hochwasser, Lavamassen

Endlich Sommer! Auch wenn fast keiner mehr daran geglaubt hätte. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Denn auch am Wochenende bleibt das Biergartenwetter mit Höchsttemperaturen von bis zu 33 Grad erhalten. Auch zum Wochenanfang paßt die Badehose ins Gepäck, denn Regen hat Petrus nicht vorgesehen. Doch nicht überall zeigt der Sommer ein so schönes Gesicht.

Warschau

Mit neuen Überschwemmungen in Zentralpolen und im Südosten ist die Flutwelle des Hochwassers an der Weichsel am Freitagmittag weiter ins Landesinnere vorgedrungen. Im Süden stabilisierte sich die Lage allmählich. Die Zahl der Todesopfer in den vergangenen drei Tagen stieg auf elf, berichtete der polnische Rundfunk. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Mark. Grafik: Hochwasser oder von Hochwasser bedrohte Flussabschnitte Nicolosi

Der Ausbruch des sizilianischen Vulkans Ätna hat am Freitag die bisher schwersten Schäden angerichtet. Ein mehrere hundert Meter breiter Lavastrom hat die Skiliftanlagen verwüstet. Liftstützen ragen aus dem Lavameer, Bäume gehen in Flammen auf. Ein Materialdepot der Provinz Catania wurde bisher von der Lava verschluckt - von weiteren Gebäuden im Bereich der Schutzhütte "Sapienza" in rund 2000 Metern Höhe war der Lavastrom nur noch wenige Meter entfernt. Eine mächtige Lavafront von etwa 40 Meter Höhe bewegte sich direkt auf ein verbautes Gebiet zu. Mit Baggern versuchten die Einsatzkräfte des Zivilschutzes neue Wälle gegen die Lava zu errichten, doch ihre Bemühungen schienen immer aussichtsloser.

Manila

Nach der spektakulären Eruption des Vulkans Mayon vom Donnerstag brachten sich nach offiziellen Angaben bis zum Freitag mehr als 40 000 Bewohner aus 33 Ortschaften rund um den Berg in Sicherheit. Aus dem Krater ergoss sich ein mehr als drei Kilometer langer Lavastrom. Während sich der Vulkan am Freitag etwas beruhigte, rechnet das Vulkanologische Institut in Manila mit weiteren explosiven Ausbrüchen in den nächsten Tagen. Erschütterungen in der Erde deuteten bereits darauf hin.

Jackson

Hunderte Einwohner am Rande des malerischen Ausflugsgebiets Jackson Hole im US-Staat Wyoming sind vor einem Buschfeuer geflohen, das bereits 1000 Hektar Land vernichtet hat. Starke Winde hatten den Brand am Donnerstag weiter entfacht und ihn bis auf wenige hundert Meter an eine Siedlung herangetrieben. Fast 150 Häuser waren in Gefahr.

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