Gesundheit : Robert-Koch-Institut: Armut macht krank

Eine ausführliche Studie über den Gesundheitszustand der Deutschen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag veröffentlicht. Am Dienstag beginnt der Deutsche Ärztetag, der das Thema Armut und Gesundheit ebenfalls behandelt.

Ein wärmender Pelz.
Ein wärmender Pelz.Foto: picture-alliance/ dpa

Ältere Bundesbürger fühlen sich heute fitter als in der Vergangenheit. Nur eine Minderheit ist durch ihren Gesundheitszustand im Alltag eingeschränkt, wie eine Untersuchung des Robert Koch- Instituts (RKI) in Berlin ergab, die am Montag vorgestellt wurde. Die Wissenschaftler hatten mehrere Tausend Menschen untersucht und befragt. Demnach schätzen Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status ihren allgemeinen gesundheitlichen Zustand als schlechter ein, sie werden auch häufiger krank als bessergestellte Menschen. Das Thema Armut und Gesundheit ist auch eines der Themen, mit denen sich der Deutsche Ärztetag beschäftigt, der am heutigen Dienstag beginnt. Gestiegen ist nach den Angaben die Zahl der Diabetiker. An der Stoffwechselkrankheit leiden demnach 7,2 Prozent der Deutschen.

Bei der RKI-Studie zur Gesundheit Erwachsener handelt es sich um eine der umfassendsten Untersuchungen in diesem Bereich in Deutschland. Insgesamt beteiligten sich zwischen 2008 und 2011 rund 8000 Menschen. Die Studie umfasst neben Befragungen auch Körper- und Laboruntersuchungen sowie verschiedene Tests. Schwerpunkte waren neben der körperlichen und psychischen Gesundheit auch das Gesundheitsverhalten und die soziale Lage der Erwachsenen. dpa/AFP

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