Gesundheit : Spanier an Variante von Rinderwahnsinn gestorben

Das Thema war schon fast verdrängt: In Spanien sind zwei Menschen an einer neuen Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben. Als Ursache für die Krankheit wird vermutet, dass die Personen vor einigen Jahren mit BSE verseuchtes Fleisch gegessen hatten.

MadridDas spanische Gesundheitsministerium hat bestätigt, dass zwei Bewohner der Region Kastilien-León im Alter von 41 und 50 Jahren an einer neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) gestorben sind. Als möglicher Auslöser des Hirnleidens gilt der Verzehr von Rindfleisch, das mit Erregern des Rinderwahns (BSE) verseucht ist.

Damit hat sich in Spanien die Zahl der vCJK-Opfer auf drei erhöht. Bisher hatte es nur einen Todesfall im Jahr 2005 in Madrid gegeben. Die jetzt bestätigten Todesfälle ereigneten sich Ende Dezember 2007 und Anfang Februar 2008.

Die menschliche Variante von BSE (Bovine Spongiforme Encephalopathie), die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, tritt äußerst selten auf. Bei der tödlichen Krankheit zerstören die Erreger das Gehirn, das sich dann schwammartig auflöst. Dies führt zu ähnlichen Symptome wie beim Rinderwahnsinn. Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit kann noch Jahrzehnte nach der Infektion auftreten.

Spanische Agrarministerin: Kontrollen drastisch verschärft

Agrarministerin Elena Espinosa betonte, der Verzehr von Rindfleisch in Spanien sei völlig sicher. Die Verbraucher müssten sich keine Sorgen machen. Die beiden neuen Todesfälle sollen auf den Verzehr von Fleisch vor dem Jahr 2001 zurückgehen. Seit damals sind die Kontrollen in der Fleischproduktion drastisch verschärft worden. Seit 1999 sind in Spanien mehr als 700 Fälle von Rinderwahnsinn aufgetreten. (smz/dpa/AFP)

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