Gesundheit : 100 Millionen für die Modernisierung der Informatik

Nach der Green-Card-Debatte plant die Bundesregierung jetzt ein neues Bund-Länder-Sonderprogramm zur Modernisierung des Informatik-Studiums. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat dazu bereits grünes Licht von Bundeskanzler Gerhard Schröder erhalten. Das 100 Millionen Mark umfassende Programm soll je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert werden und noch in diesem Jahr starten.

Schröder selbst will das Programm an diesem Donnerstag bei der Jahresversammlung der Hochschulrektoren in Wiesbaden den Hochschulen und den Ländern vorschlagen. Um den Bedarf der Wirtschaft an Computerspezialisten nicht nur durch Anwerbung im Ausland und Weiterbildung im Inland zu befriedigen, müsse gleichzeitig etwas an den Hochschulen getan werden, heißt es zur Begründung des Vorstoßes.

Die zusätzlichen Mittel sollen nach dem Plan von Ministerin Bulmahn sowohl den Universitäten wie den Fachhochschulen zugute kommen, unter anderem für die als besonders zukunftsträchtig eingeschätzte Bio- Informatik. Gedacht ist an Aufbau und Konzeption neuer, kürzerer Studiengänge, aber auch an eine Modernisierung bestehender Angebote. Vorstellbar seien unter anderem Versuche mit "Trimester-Modellen", bei denen das Studienjahr unter Nutzung der vorlesungsfreien Zeit in drei statt wie bisher in zwei Abschnitte (Semester) aufgeteilt wird.

Die Strategie, Probleme über Hochschulsonderprogramme zu lösen, war 1989 von Bundesbildungsminister Jürgen Möllemann (FDP) gestartet worden.

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