Gesundheit : 25 Jahre Impulse für die moderne Wissenschaft

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Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Wissenschaftskollegs zu Berlin hat Rektor Dieter Grimm am Sonntag Bilanz gezogen. Das Wissenschaftskolleg war 1981 auf Initiative des damaligen Wissenschaftssenators Peter Glotz als erstes deutsches Institute for Advanced Studies gegründet worden und hat seitdem in Budapest, Bukarest und Sofia als Geburtshelfer für andere Institute dieser Art gewirkt. Neuerdings engagiert sich das Wissenschaftskolleg beim Aufbau vergleichbarer Kollegs in Beirut, Istanbul und in Asien. Trotz der Wirren des Libanonkrieges veranstaltet das Berliner Kolleg zurzeit in Beirut auf dem Gelände der American University eine Sommeruniversität.

Für die Berliner und die deutsche Wissenschaft sind von dem Kolleg in Grunewald nachhaltige Impulse ausgegangen. Durch eine frühzeitige Berufung Theoretischer Biologen wurde der Ausbau dieser Disziplin an der Humboldt-Universität möglich. Dort spielt die Theoretische Biologie eine bedeutende Rolle in dem Schwerpunkt Lebenswissenschaften. Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte wurde in Berlin nach der Wende gegründet, nachdem zuvor bedeutende Wissenschaftshistoriker als Fellows an das Wissenschaftskolleg berufen worden waren. Den Schwerpunkt Islam und Moderne pflegt das Wissenschaftskolleg seit 1996. Der Islamwissenschaftler Navid Kermani hat seinen Weg vom Wissenschaftskolleg in den ersten Islamgipfel von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble genommen.

Das Wissenschaftskolleg hat einen Jahresetat von fünf Millionen Euro, die je zur Hälfte von Bund und Ländern aufgebracht werden. Dazu kommen 200 000 Euro aus der Schweiz und 180 000 Euro aus Schweden. U.S.

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