Gesundheit : 52 Zipperlein (18): Schlafwandeln

bas

Was ist das?

Schlafwandeln wird auch "Somnambulismus" oder "Noctambulismus" genannt. Es ist ein instinktiver Vorgang, bei dem der Betroffene nachts das Bett verlässt und umherwandelt. Von der sprichwörtlichen "schlafwandlerischen Sicherheit" kann dabei keine Rede sein: Die Koordination ist schlecht, oft geht der Schlafwandler immer nur geradeaus. So ist die Gefahr groß, dass er sich stößt oder stürzt, etwa von der Treppe. Offenbar werden Schlafwandler vom Licht angezogen. Deshalb nennt man das Phänomen auch "Lunatismus": Schlafwandler streben oft zum Mond, weil er häufig die intensivste Lichtquelle in der Nacht ist (daher auch die Bilder von äußerst waghalsigen Kletterpartien auf Dächern).

Ist es gefährlich?

Meist sind Kinder im Schulalter vom Schlafwandeln betroffen, mit dem Heranwachsen verschwindet es oft von allein wieder. Gefährlich ist vor allem die Verletzungsgefahr bei den nächtlichen Expeditionen. Außerdem sollte bei anhaltendem Schlafwandeln geklärt werden, ob vielleicht psychische oder organische Ursachen wie Stress, Ermüdung oder Erkrankungen vorliegen. Da das Schlafwandeln familiär gehäuft vorkommt, nimmt man auch genetische Ursachen an.

Was kann man tun?

Um Unfallfolgen zu verhindern, sollte man zunächst Balkon- und Haustüren abschließen und Treppen eventuell verriegeln. In der akuten Phase sollte man den Schlafwandler nicht gewaltsam wecken, sondern behutsam wieder ins Bett zurückführen. Wenn Stress oder Belastungen die Ursache sind, können Entspannungstechniken helfen. Bei anhaltendem Schlafwandeln sollte allerdings ein Neurologe zu Rate gezogen werden.

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