Gesundheit : Abiturnoten vor Ortsprinzip

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Bei der Zulassung zum Studium in Mangelfächern soll künftig der Notendurchschnitt noch wichtiger werden. Die Verteilung nach dem Ortswunsch wird entsprechend an Bedeutung verlieren. Darüber waren die Kultusminister der Länder und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bei einem gemeinsamen Gespräch in der vergangenen Woche in Stuttgart einig.

Zum Thema Online Spezial: Uni-Start Auch sollen künftig die Studienplätze in einigen Mangelfächern nicht mehr durch die Zentrale Vergabestelle (ZVS) in Dortmund verteilt werden, darunter Architektur und Jura. Dies hatte der ZVS-Verwaltungsrat kürzlich abgelehnt. "Wir sind auf einem guten Weg", meinte HRK-Präsident Klaus Landfried nach dem Gespräch.

Über das Zulassungssystem via ZVS gibt es schon seit längerem Streit. Die Hochschulen fordern mehr Einfluss auf die Auswahl der Studenten, unter anderem durch Auswahlgespräche. Vorgeschlagen sind auch Eignungsprüfungen nach zwei Semestern oder studienbegleitend, besonders in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Doch auch die HRK will die ZVS als Serviceeinrichtung erhalten. Unterstützung haben die Rektoren durch Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) bekommen, der eine Initiative zur Abschaffung der ZVS angekündigt hatte.

Die meisten SPD-Kultusminister wollen die ZVS erhalten. Sie gewährleiste "ein gerechtes Auswahlverfahren", sagte Nordrhein-Westfalens Kultusministerin Gabriele Behler (SPD) "spiegel online". Eine Auswahl allein durch die Hochschulen würde den rechtsstaatlichen Prinzipien nicht Rechnung tragen "oder den bürokratischen Aufwand vervielfachen". Der Staatsvertrag der Länder über die ZVS läuft noch bis zum Jahr 2005.

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