Gesundheit : Abruptes Artensterben: Fand eine Auslöschung aller Meerespezies an nur einem Tag statt?

RHK

Das größte Artensterben in der Geschichte der Erde könnte an einem einzigen Tag vor 251,4 Millionen Jahren nahezu alles Leben auf dem Land und im Wasser ausgelöscht haben. Dies jedenfalls vermutet Douglas Erwin vom National Museum of Natural History in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington (Science, Band 289, Seite 1666). Der Forscher schließt das aus einer exakten Analyse der Überreste von 333 Arten der Weltmeere aus dieser Zeit. Von den Fischen bis hin zu den winzigen Foraminiferen verschwanden alle Spezies im Wasser auf einen Schlag.

Ein ähnlich abruptes Artensterben an Land entdeckten Peter Ward und David Montgomery von der University of Washington. Sie hatten mit ihrem Kollegen Roger Smith vom Südafrikanischen Museum in Kapstadt das Gestein des Karoo-Beckens in Südafrika genauer untersucht. Die von ihnen analysierten Spuren im Gestein deuten auf ähnliche Vorgänge vor rund 250 Millionen Jahren hin, wie sie sich heute nach dem Kahlschlag in einem Wald abspielen. Praktisch alle Pflanzenarten verschwinden schlagartig. Nachweise für ein ähnliches Artensterben gibt es für diese Zeit auch in Australien und der Antarktis.

Damals scheint in den verschiedenen Weltregionen alles sehr schnell passiert zu sein. Über die Ursache dieses Massensterbens können die Forscher derzeit nur spekulieren. Möglich wäre zum Beispiel der Einschlag eines Himmelskörpers auf der Erde, wie er vor 65 Millionen Jahren neben vielen anderen Arten auch die Dinosaurier auslöschte.

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