Gesundheit : Alkohol: Wie Alkoholismus behandelt wird

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Die Therapie von Alkoholikern ist schwierig und zeitaufwändig. Doch dass sich gerade eine intensive Betreuung lohnt, zeigt auch "Alita".

Das ist nicht etwa ein exotischer Mädchenname, sondern steht für "Ambulante Langzeit-Intensiv-Therapie für Alkoholkranke". Zugleich steht "Alita" für die Hoffnung, auch stark Abhängige vom Alkohol wegzubringen.

In das Modellprojekt, das seit 1994 unter der Leitung der Psychiatrie-Professorin Hannelore Ehrenreich an der Universität Göttingen läuft und von den Krankenkassen finanziert wird, wurden bisher 150 schwer Alkoholkranke einbezogen: Nach der stationären Entgiftung kamen sie alle drei Monate lang täglich für mindestens eine Viertelstunde zum Gespräch ins Beratungszentrum, danach für mehrere weitere Monate mindestens dreimal in der Woche.

Der Ansatz, den Ehrenreich dieses Jahr auch in Berlin vorstellte, scheint zu greifen: Über die Hälfte der Teilnehmer waren nach der zweijährigen Intensiv-Betreuung trocken. Vom Hilfsarbeiter bis zum Habilitierten waren bisher alle Bevölkerungsschichten in der Therapie vertreten, wie Ehrenreich sagt.

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