Altenpflege in Berlin - Die Adressen : Berater, Checklisten, Vermittler bei Krisen

Welche Pflegemöglichkeiten gibt es zu Hause? Wie bekommt man Hilfe? Und wie organisiert man die Finanzierung? Ein Überblick.

Welche Möglichkeiten gibt es, als Pflegebedürftiger zu Hause zu leben?



Berliner, die ihre Familienangehörigen selbst betreuen möchten, können sich an das Berliner Service- und Informations-Zentrum für Angehörigenarbeit Besiz wenden. Das informiert über Unterstützungsangebote, organisiert aber auch Pflegekurse für Angehörige. Infos: www.besiz.de, Telefon 43744271.

Wie bekommt man Hilfe bei der Pflege?

Viele Krankenkassen bieten Angehörigen-Pflegekurse an. Haushaltshilfen aus anderen Ländern vermittelt die Bundesagentur für Arbeit nach Absprache mit den Arbeitsverwaltungen in Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Ungarn, Slowenien und Bulgarien. Zuständig ist die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn (Telefon 0228/7130).

Wie organisiert man die Finanzierung?

Die Pflegeversicherung übernimmt nur eine Grundsicherung. Wer sich zusätzliche Kosten nicht leisten kann, kann Sozialhilfe beantragen . Einen Überblick gibt’s unter www.hilfe-und-pflege-im-alter.de.

Wie findet man gute Heime und Alten-WGs?

Gibt es einen speziellen Plan fürs Einleben in den ersten Wochen? War das Informationsgespräch detailliert und persönlich genug? Sind Atmosphäre und Umgangston angenehm? Eine Heim-Checkliste mit 36 Punkten gibt es auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Berliner Koordinierungsstellen rund ums Alter ( www.koordinierungsstellen-rundumsalter.de ). Füllt man für mehrere Heime diese Checkliste aus, hat man eine Vergleichsbasis. Telefonische Beratung gibt es unter 01805/95 00 59. Die Mitarbeiter helfen bei Antragsverfahren und der Durchsetzung von Ansprüchen.

Eine WG-Zimmerbörse zur Vermittlung von Wohngemeinschaften für Demente betreibt der Verein für Selbstbestimmtes Wohnen im Alter e.V. (SWA e.V.), Telefon: 85 40 77 18, im Internet zu finden unter www.swa-berlin.de. Die Mitarbeiter wissen, welche Berliner Pflegedienste die SWA-Kriterien offiziell anerkannt haben.

Woran erkennt man, dass ein Heim nicht gut ist?

Die Kriterien „satt und sauber“ reichen zwar nicht aus, um ein würdevolles Dasein zu gewährleisten. Aber sie sind Grundvoraussetzungen für ein Leben unter fremder Betreuung. Dorothee Unger von „Pflege in Not“ sagt, Vernachlässigung erkenne man am Detail. Es sei ein schlechtes Zeichen, wenn es nach Urin rieche. Als Angehöriger sollte man darauf achten, ob das Personal präsent ist oder ob die Station oft verwaist wirkt. Außerdem sollten die Pfleger darüber Bescheid wissen, was außerhalb ihrer Schichten passiert, über Arztbesuche oder Unfälle. Blaue Flecken und rote Stellen müssen immer dokumentiert und gut erklärt werden. Durchlegegeschwüre dürfen nie vorkommen. Wichtig ist der Ton der Pfleger. Sie dürfen die Patienten weder wie kleine Kinder noch im Kommandoton ansprechen. Man müsse aber immer genau hinsehen und dürfe keine voreiligen Schlüsse ziehen.



Was, wenn es im Heim Probleme gibt?

Hilfe bei Krisen finden Betroffene und Angehörige bei Pflege in Not Berlin unter Telefon 69 59 89 89 (Mo, Mi, Fr 10 bis 12 Uhr). Mitarbeiter gehen bei Bedarf als Vermittler ins Heim. dma/rcf

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