Gesundheit : Altersleiden: Gute Pflege - ein Kommentar

R. St.

Gute Pflege erkennt man daran, dass die Gepflegten sich so wohl fühlen, wie ihre Leiden oder ihre Altersgebrechlichkeit dies irgend erlauben: Weil sie rundherum gut versorgt sind, aber nicht routinemäßig abgefertigt oder gar entmündigt werden. Im Heim oder bei der häuslichen Pflege kümmert sich immer das selbe kleine Team überwiegend gut ausgebildeter und nicht nur angelernter Vollzeitkräfte um die zu Pflegenden. Sie lernen deren Besonderheiten kennen, gehen auf ihre individuellen Bedürfnisse ein und erforschen umsichtig, was jemand braucht, auch wenn er es nicht sagen kann.

Gute Pflege ist aber nicht Überfürsorglichkeit - ein häufiger Fehler pflegender Angehöriger. Vielmehr werden die verbliebenen oder wiederkehrenden Kräfte des Pflegebedürftigen energisch aktiviert: Was er selbst tun kann, das soll er auch selbst tun, auch wenn man es ihm lieber abnähme, weil dann alles viel schneller und vielleicht auch besser ginge. Vor allen "Verrichtungen" sagen die Pflegenden, was sie gerade tun wollen. Beim Waschen oder Bettbeziehen sprechen sie mit dem Pflegebedürftigen. Die Voraussetzung all dessen ist eine gute Ausbildung. Und Zeit.

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