Gesundheit : Alzheimer-Arznei durchleuchtet

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Bei der AlzheimerKrankheit kommt es zu einer Ansammlung von „molekularem Müll“, der sich in und an den Nervenzellen bildet und sie zerstört. Bislang gibt es keine Medikamente, die die hartnäckigen Molekül-Aggregate lösen können. Es existieren aber Arzneien, die die geschädigten Nervenzellen wieder „auf Trab bringen“. Beispiel: Rivastigmin. Wie das Mittel genau wirkt, hat nun ein Forschungsteam vom Weizmann- Institut in Israel herausgefunden.

Rivastigmin verbindet sich mit dem Enzym, das den Botenstoff Acetylcholin (ACh) abbaut. Bei Alzheimer sind insbesondere die Nervenzellen betroffen, die ACh als Boten für ihre Kommunikation benutzen. Indem Rivastigmin das Enzym blockiert, das ACh abbaut, bleibt mehr ACh vorhanden – die Symptome gehen zurück. Das isrealische Forscherteam durchleuchtete die Bindung von Rivastigmin mit dem Enzym. Es zeigte sich: Das Medikament verändert die Position einiger Atome des Enzyms und inaktiviert es so nahezu irreversibel. bas

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