Gesundheit : Amerikas Forschungsstern sinkt

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Die USA verlieren nach Meinung führender Experten im eigenen Land langsam ihren Spitzenplatz in Wissenschaft und Forschung. „Der Rest der Welt holt auf“, meint John Jankowski vom staatlichen Forschungsförderungsinstitut, der National Science Foundation (NSF), in Washington. „Herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht mehr allein Amerikas Domäne.“ Der Verlust der Jahrzehnte langen amerikanischen „Vorherrschaft“ in der Forschung drückt sich nach einem Bericht der „New York Times“ vom Montag unter anderem in der rückläufigen Vergabe von Patenten und Preisen an Forscher in den USA aus. So sei der Anteil der an USForscher vergebenen industriellen Patente mittlerweile auf nur noch 52 Prozent gesunken.

Der Trend lasse sich darüber hinaus in der sinkenden Zahl von US-Beiträgen in renommierten Wissenschaftszeitschriften nachvollziehen. Auch bei den Nobelpreisen verringerte sich der Anteil der Gewinner aus den USA inzwischen auf 51 Prozent. Die US-Forschung muss sich die Preise zunehmend mit Großbritannien, Japan, Russland, Deutschland, Schweden und der Schweiz teilen.

Der in der Forschung sinkende Stern der USA ist nach Einschätzung von Experten eine unvermeidliche Folge des steigenden Lebensstandards in anderen Teilen der Welt, allen voran Asien. „Es liegt alles am Auf und Ab der Globalisierung“, meint Jack Fritz von der Nationalakademie für das Ingenieurwesen, einem Beraterorgan der US-Regierung. Kritiker werfen der US-Regierung vor, die für die USA auf Dauer wirtschaftlich nachteilige Entwicklung mit ihrer restriktiven Einreisepolitik nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und einer eingeschränkten Forschungsförderung mitzuverschulden. dpa

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