Gesundheit : Aralsee trocknet schneller aus als gedacht

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Der südliche Aralsee wird nach jüngsten Erkenntnissen möglicherweise schon in 15 Jahren ausgetrocknet sein – viel früher als bislang angenommen. Ein Moskauer Forschungsteam um Peter Zawialow vom Schirschow Institut für Ozeanologie korrigierte mit den Untersuchungen Zahlen, die Anfang der 90er Jahre ermittelt worden waren. So war der vormals 65 Meter tiefe Salzwasser See im Jahr 2002 nur noch 30,5 Meter tief. Vor zehn Jahren hatte man noch schlimmstenfalls 34 Meter vorausgesagt. Der Salzgehalt des Wasser ist inzwischen etwa zweieinhalb Mal so hoch wie der des Meerwassers, heißt es im Fachjournal „New Scientist“.

Der in Mittelasien gelegene Aralsee, der einst die Größe Irlands hatte, trocknet seit den 1960er Jahren aus, weil Frischwasser der Zuflüsse zur Bewässerung abgeleitet wird. Er ist in zwei Teile zerfallen, wovon nur der kleinere, nördliche Teil durch Staudämme gerettet werden soll. dpa

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