Gesundheit : Arbeitsmarkt: Kampf dem Mangel an Ingenieuren

U. S.

Künftig soll arbeitslosen und älteren Ingenieuren durch Weiterbildung eine bessere Chance geboten werden, wieder eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Dem Mangel an Ingenieuren, der nach einem Überangebot in den 90er Jahren jetzt dramatisch geworden ist, soll abgeholfen werden. 1996 wurden noch über 52 000 Absolventen der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge verzeichnet, im Jahr 2002 ist nur noch mit 31 000 Absolventen zu rechnen. Die Wirtschaft, Ingenieurverbände, Kultusminister, Hochschulrektoren und das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft haben jetzt ein Memorandum veröffentlicht, das eine Trendwende befördern soll.

Zur Zeit suchen rund 50 000 Ingenieure einen Job, von denen ist rund ein Drittel unter 45 Jahren. Es handelt sich also nicht nur um Ältere, die arbeitslos sind. Sie sollen für den Arbeitsmarkt gewonnen werden, weil man nicht nur auf GreenCard-Erfolge setzt. Die Hochschulen werden aufgefordert, jetzt möglichst schnell neue Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss einzuführen. In der Öffentlichkeit soll verstärkt dafür geworben werden, damit Schüler beim Eintritt in die gymnasiale Oberstufe als auch bei der Aufnahme eines Hochschulstudiums sich für mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Fächer entscheiden. Gemeinsam wollen Wirtschaft, Hochschulen und die Bundesanstalt für Arbeit ein Frühwarnsystem entwickeln, um einem erneuten Mangel an Ingenieuren künftig rechtzeitig entgegenwirken zu können. Es gibt zwar schon eine Umkehrung des Trends, so dass nach neuen Schätzungen im Jahr 2004 wieder mit 34 800 fertigen Ingenieuren zu rechnen ist, aber das hohe Niveau von 1996 kann auch mittelfristig nicht wieder erreicht werden.

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