Gesundheit : Archäologiestudenten kämpfen für ihr Fach – mit Erfolg

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Zum Protest gegen ihre Abwicklung hatten sich die Studenten der Ur- und Frühgeschichte der Humboldt-Uni als die mutigsten und vorwitzigsten Helden der Archäologie verkleidet. Als Lara Croft – die knallharte Videospielarchäologin – und der in drei Filmen legendär gewordene Indiana Jones schmetterten sie auf dem Bebelplatz in Mitte Bälle über ein Tor, das die berühmte bronzezeitliche Grabanlage im englischen Stonehenge darstellen sollte. „Wir wollen dem Präsidium den Ball zuspielen“, erklärte Student Niels Stadje. Der neue HU-Präsident Christoph Markschies solle die längst beschlossene Schließung des Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte, des ältesten in Deutschland, rückgängig machen.

Markschies fing den Ball tatsächlich auf. Er verhandele mit dem Deutschen Archäologischen Institut, um den Lehrstuhl als Stiftungsprofessur zu retten, kündigte Markschies gegenüber dem Tagesspiegel an. Aufgrund der Tradition des Faches müsse die Ur- und Frühgeschichte an der HU erhalten bleiben – umso mehr, weil 2009 das Museum für Vor- und Frühgeschichte nach Mitte ziehe. Die Wissenschaftler seien zudem „überaus aktiv“. An dem Lehrstuhl arbeiten etwa zwanzig Wissenschaftler, die für viele Projekte Drittmittel einwerben konnten. tiw

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