Gesundheit : Arktis bereits 2040 eisfrei?

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Die Arktis könnte schon in 35 Jahren während der Sommermonate eisfrei sein, wenn der Mensch weiter so viele Treibhausgase in die Atmosphäre entlässt wie bisher. Eine Reduktion der Treibhausgase könnte den Wandel noch aufhalten. Das berichten amerikanische Forscher um Marika Holland von der Universität Washington im Fachblatt „Geophysical Research Letters“.

Ihre Computersimulation zeigte im Sommer 2040 nur noch kleine Eismengen an den Küsten Grönlands und Kanadas. Das Wintereis würde von momentan dreieinhalb Metern bis 2040 auf deutlich unter ein Meter schrumpfen. Die Erklärung der Forscher: Offene, dunkle Wasserflächen nehmen die Wärme des Sonnenlichts stärker auf als das helle Eis. Dadurch erwärme sich das Meer umso stärker, je mehr Eis bereits geschmolzen sei. Der Klimawandel könne außerdem die Strömungen beeinflussen, wodurch wärmeres Wasser in die Arktis gelange.

Experten des europäischen Klimaprojektes „Damocles“ warnen, dass durch die Erderwärmung schwere Störungen in der gesamten Nahrungskette zu erwarten seien. Mit zunehmendem Seeverkehr in den bisher entlegenen Gewässern könnte auch die Ausbeutung von Bodenschätzen und Rohstoffen wie Öl und Gas in der Arktis drastisch zunehmen. dpa

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