Gesundheit : Astrophysik: Magnetfeld der Erde schützt die Ozeane

RHK

Das starke Magnetfeld der Erde schützt die Atmosphäre und die Ozeane davor, durch den Sonnenwind in das Weltall geblasen zu werden, schließt Rickard Lundin vom Institut für Astrophysik in Schwedisch-Lappland aus einer Messung japanischer Kollegen von der Universität von Tokio (Science, Band 291, Seiten 1909 und 1939). Von der Oberfläche der Sonne bläst ein kontinuierlicher Strom elektrisch geladener Teilchen auf die Planeten zu. Trifft dieser Sonnenwind auf die Atmosphäre eines Himmelskörpers, schleudern elektrische Wechselwirkungen Luftmoleküle in den Weltraum.

Durch diesen Prozess hat offensichtlich der Mars seine gesamte Atmosphäre verloren, die der rote Planet vor Jahrmilliarden vermutlich besaß. Das starke Magnetfeld der Erde aber lenkt die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes meist lange vor Erreichen der obersten Schichten der Atmosphäre vom blauen Planeten weg.

Aus diesem Grund bläst der Sonnenwind jede Sekunde erheblich weniger als drei Kilogramm Materie von der Erde in den Weltraum, haben die japanischen Forscher gemessen. Bleibt diese Rate auch in Zukunft gleich, würde es mindestens fünfzig Milliarden Jahre dauern, bis die gesamte Atmosphäre weg geblasen wäre. Erst nach weiteren 15 000 Milliarden Jahren wären auch die Ozeane weggepustet. Die Sonne wird aber allenfalls noch sechs oder sieben Milliarden Jahre scheinen.

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