Gesundheit : Aus Afrika

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5. Juni 1981: Erster Bericht über fünf junge Patienten mit einer ungewöhnlichen Immunschwäche, die an einer seltenen, schweren Lungenentzündung erkranken.

Im Verlauf des Jahres 1981: Weitere Berichte über junge Männer mit Kaposi-Sarkom, einer seltenen Art von Hautkrebs, die bisher nur Ältere befiel.

1984: Entdeckung des Humanen Immunschwächevirus HIV als Auslöser von Aids durch den Virologen Luc Montagnier, dem es zuerst gelang, es im Labor zu isolieren, und den amerikanischen Krebsforscher Robert Gallo.

1984/85: HIV-Antikörper-Test, der das Virus zehn bis 20 Wochen nach der Infektion nachweist.

1985: In einer von 700 tiefgefrorenen Proben von Blut, das 1959 in Belgisch-Kongo abgenommen worden war, wird der Antikörper nachgewiesen. Damit ist klar, dass HIV schon vor 1981 kursierte.

1985: In Frankreich gibt es einen Aids-Skandal: 350 Bluter infizieren sich unnötigerweise an HIV, weil ein Test zum Nachweis des Virus erst verspätet eingesetzt wird.

1987: Erstes Medikament zur Senkung der Viruslast nach HIV-Infektionen. Der Wirkstoff hemmt die Reverse Transkriptase, das „Übersetzer“-Enzym des Retrovirus.

1992: Schnellerer HIV-Test mit der molekularbiologischen Methode der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR).

1996: Beginn der aggressiven Behandlung mit mehreren Arzneimitteln. Hierfür kommen Medikamente (Proteinaseinhibitoren und Nukleosidanaloga) in Kombination zum Einsatz, die die Vermehrung des Erregers durch die virentypische Selbstverdoppelung (Replikation) hemmen.

1999: Die Virologin Beatrice Hahn von der Universität von Alabama kann anhand genauer Analysen zeigen, dass HIV vom Affen zum Menschen gekommen sein muss. Schon 1985 war ein Schimpansenweibchen, das zu Beginn der 60er aus Afrika in die USA gekommen war, positiv getestet worden. aml

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