Gesundheit : Aushängeschild Israels Zu Besuch in Berlin: Ilan Chet, der Präsident des Weizmann–Instituts

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Das Weizmann Institute of Science ist ein Aushängeschild Israels, aber mit dieser renommierten Stätte naturwissenschaftlicher Forschung, in der ein guter Teil der wissenschaftlichen Elite des Landes vertreten ist, ist Israel zugleich fest in der internationalen wissenschaftlichen Kommunität verankert. Die herausragende Stellung dieser großen Forschungseinrichtung in Israel – ihr gehören rund 2500 Mitarbeiter an – wird auch dadurch beleuchtet, dass sie den Namen des ersten Staatspräsidenten, Chaim Weizmann, trägt, der zugleich ein berühmter Chemiker war und der die Gründung des Instituts sehr wesentlich mitbetrieben hat. Sie wird zusätzlich unterstrichen durch die Existenz von Freundeskreisen in Europa, die im European Committee of the Weizmann Institute of Science zusammengeschlossen sind. Zu ihnen gehört seit 1981 auch die Deutsche Gesellschaft der Freunde des WeizmannInstituts.

Den Rang, den das Weizmann-Institut auch als wichtiges Kapital der Zusammenarbeit in den deutsch-israelischen Beziehungen innehat, spiegelt sich in dem Umstand, dass der offizielle Besuch, den sein Präsidenten, Ilan Chet, in Deutschland in diesen Tagen abstattet, protokollmäßig hoch angesiedelt ist. An diesem Dienstag wird er zunächst von Bundespräsident Rau in seinem Amtssitz begrüßt, bevor er von den Mitgliedern und Gästen der Gesellschaft in der Dresdner Bank am Pariser Platz empfangen wird. Ilan Chet, seit Dezember 2001 im Amt, ist Mikrobiologe, war lange an der landwirtschaftlichen Fakultät der Hebräischen Universität in Jerusalem tätig, und hat dieser Hochschule auch zehn Jahre lang als Vizepräsident für Forschung und Entwicklung gedient. Neben vielen internationalen Preisen hat er 1994 auch die Auszeichnung der Max-Planck-Gesellschaft für herausragende Forschungsarbeit erhalten.

Der deutsche Freundeskreis sieht es als seine Aufgabe an, das Weizmann-Institut, das ein breites Spektrum naturwissenschaftlicher Forschung pflegt - von den Lebenswissenschaften bis zur Erforschung der Physik der Materie -, finanziell und ideell zu unterstützen. Neben speziellen Forschungsprojekten förderte es auch Aktivitäten wie die jährliche Teilnahme von vier bis sechs hochbegabten Abiturienten an dem „International Summer Science Institute“, einem Kursus für den künftigen naturwissenschaftlichen Nachwuchs. Die Arbeit des Vereins wird von einem Kuratorium namhafter Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik begleitet. Zu ihnen gehören unter anderem der langjährige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf – der zu den Gründungsmitgliedern zählt –, Siemens-Vorstandssprecher Heinrich von Pierer, der ehemalige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Hubert Markl und der seinerzeitige Bundesbank-Chef Karl Otto Pöhl. Tsp

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