Gesundheit : Ausländische Studenten: Zöllner: Hochschulen werden internationaler

Der Zugang zu deutschen Hochschulen wird nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Jürgen Zöllner (SPD) in den nächsten Jahren für Ausländer leichter werden. "Es wird in den nächsten Jahren einen Kampf um den besten jungen Nachwuchs in Mathematik und anderen Fächern geben, ob man das will oder nicht", sagte Zöllner bei einer Konferenz zur Situation ausländischer Studierender am Wochenende in Mainz. Deshalb sei er "optimistisch, dass sich die Rahmenbedingungen für ausländische Studierende in der nahen Zukunft generell verbessern werden".

Zuvor hatten Studierende und Hochschulexperten auf der Veranstaltung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der internationalen Bildungsorganisation World University Service (WUS) zwei Tage über die Internationalisierung der deutschen Hochschulen diskutiert.

Zahlreiche Redner prangerten die sozialen Bedingungen für ausländische Studenten in Deutschland an. GEW-Vorstandsmitglied Gerd Köhler forderte, ihnen mehr Zeit für Nebenjobs einzuräumen als die bisher erlaubten 90 Tage im Jahr. Außerdem benötigten sie mehr Betreuung und Fonds zur Hilfe aus unverschuldeten finanziellen Notlagen.

Der Vorsitzende des Deutschen WUS-Komitees, Kambiz Ghawami, forderte, die Lehrpläne internationaler auszurichten. "Auch von deutschen Studenten fordert ein globalisierter Arbeitsmarkt Kompetenzen, die an den Hochschulen nach wie vor nicht vermittelt werden". Universitäten anderer Länder hätten dies längst getan.

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