Gesundheit : Ausstellung am Alex: Fachhochschulen zeigen ihre Forschung

Heiko Schwarzburger

Die erste gemeinsame Forschungsmesse der Berliner Fachhochschulen in der Kongresshalle am Alexanderplatz empfing ein bunt gemischtes Publikum. Neben Geschäftsleuten und Vertretern der Hochschulen waren vor allem Gymnasiasten gekommen, um sich über Forschung und Ausbildung an den sieben Fachhochschulen des Landes zu informieren.

Helmut Schmidt, Präsident der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, hatte seinen Gästen eine spannende Ausstellung versprochen, "die zeigen soll, dass Forschung an den Fachhochschulen kein Randthema ist. Das ganze Spektrum unserer wissenschaftlichen Arbeit mit den Studenten wird bislang viel zu wenig wahr genommen." Wissenschaftssenator Christoph Stölzl bescheinigte den Fachhochschulen eine wichtige Nische in der anwendungsbezogenen Forschung, vermied es aber, konkrete Pläne für ihre Zukunft vorzustellen. Derzeit kämpfen die Fachhochschulen der Stadt mit enormen finanziellen Schwierigkeiten, ihr geplanter Ausbau stagniert.

Umso beeindruckender nahmen sich die gezeigten Forschungen aus: So entwickelten Studenten der Katholischen Fachhochschule (KFH) in Karlshorst spezielle Freizeitangebote für Schüler der fünften und sechsten Klassen. "In diesem Alter sind die Jugendlichen hin- und hergerissen", erklärt Ulrike Affolderbach, die Sozialarbeit studiert. "Einerseits wollen sie schon erwachsen sein, andererseits suchen sie noch viel Zuneigung." Deshalb gehen die gängigen Angebote für Kinder und Jugendliche oft an dieser ambivalenten Altersgruppe vorbei. Katarzyna Emmerich, die gleichfalls Sozialarbeit studiert, hat viel Zeit und Energie in die Gestaltung von freien Schulnachmittagen gesteckt. Derzeit probt sie mit der zehnten Klasse der Schöneberger Franziskus-Schule ein Theaterstück, das am letzten Schultag aufgeführt werden soll. Allen Projekten liegt eine detaillierte Konzeption zugrunde, die die Studenten in ihren Seminaren erarbeiten. Am Ende legen die Studenten ihre Erfahrungen in Berichten nieder.

Die Elektroniker der Technischen Fachhochschule (TFH) stellten einen 1000-Volt-Hochspannugsgenerator vor, der die Zuverlässigkeit von Blitzschutzgeräten testen kann. Die Handy großen Geräte sollen die Steckdose absichern, falls ein Blitz einschlägt. Ein Student hatte einen ähnlichen Generator im Rahmen seiner Diplomarbeit konstruiert.

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