Gesundheit : Autofreier Hochschultag: Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Uni

Frank Schubert

Mit der Sperrung aller Uni-Parkplätze um 8 Uhr morgens begann gestern der autofreie Hochschultag an der HU - mittlerweile der fünfte seit 1997. Alle Universitätsangehörigen waren aufgerufen, ohne Auto zur Uni zu kommen. "Unser Aufruf findet bei den Mitarbeitern viel Resonanz", so Oliver Stoll, Themensprecher der Bundeskoordination studentische Ökologiearbeit. "Die meisten Studenten kommen ja eh nicht mit dem Auto zur Uni."

Studierendenschaft, Hochschulgremien und -leitung hatten für diesen Tag ein umfangreiches Programm organisiert. Um zehn Uhr eröffnete ein Infomarkt am Hauptgebäude, auf dem sich Umwelt- und Verkehrsinitiativen vorstellten, darunter die Fahrradwerkstatt "HUBschrauber". Mittags startete die 1. HU-Rad-Rallye unter der Schirmherrschaft von Ex-Radweltmeister Täve Schur, nachmittags eine Diskussion.

Den autofreien Hochschultag (AfH) gibt es seit 1997 jeweils am Dienstag nach dem autofreien 3. Sonntag im Juni, zu dem alljährlich der "Bundesträgerkreis Mobil ohne Auto" aufruft. Über 40 Hochschulen und Schulen beteiligten sich dieses Jahr. Der autofreie Sonntag und der AfH sollen zeigen, dass es auch ohne Autos geht. Ziel ist es, eine Verkehrspolitik einzufordern, die dem öffentlichen Verkehr, Fußgängern und Radfahrern oberste Priorität einräumt. Die Belastung der Städte durch den Autoverkehr soll vermindert werden. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vergangene Woche mitteilte, nutzen 13 Prozent der Schüler und Studenten das Auto für den Weg zu Schule oder Hochschule, das ist ein Prozentpunkt mehr als 1996.

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