Gesundheit : Berliner Forscher gründen weniger Unternehmen

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Die Zahl der UnternehmensAusgründungen aus Berliner Hochschulen ist rückläufig. Im Jahr 2003 hat es nach Angaben der Hochschulen insgesamt 46 Ausgründungen gegen, davon 30 aus der Freien Universität (FU), zwölf aus der Technischen Universität (TU), zwei aus der Humboldt-Universität (HU) und zwei aus der Universitätsmedizin Charité von HU und FU. Im Jahr 2002 hatte es 67 Ausgründungen gegeben, davon 28 aus der FU Berlin, 23 aus der TU Berlin und 16 aus der HU (mit Charité-Universitätsmedizin). Das ist das Ergebnis einer Kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Kurth an den Senat.

Dass die Freie Universität eine deutlich höhere Zahl von Ausgründungen meldet als die HU, hängt auch mit der unterschiedlichen Zählweise zusammen. Sie umfasst bei der FU die Kategorien Verwertungs-Spin-offs, Kompetenz- Spin-offs sowie akademische Start-ups im Sinne der „Exist-Stuide 2002“ des Bundesbildungsministeriums. Die Angaben der TU und der HU beziehen sich dagegen nur auf Ausgründungen von technologieorientierten Unternehmen im Rahmen des Businessplan-Wettbewerbs. Auch bundesweit gibt es zurzeit keine verlässlichen Vergleichszahlen, beklagt der Senat.

Sieben Unternehmen, an denen Berlins Hochschulen sich beteiligen, sind in privater Rechtsform. An der HU werde gegenwärtig die Gründung einer universitätseigenen GmbH vorbereitet, zu deren Geschäftsfeldern auch die professionelle Betreuung von Ausgründungen gehören soll, heißt es in dem Bericht des Senats. Gemeinsam beteiligt sind die Hochschulen an der Multimedia Hochschulservice Berlin GmbH und an der Ipal Gesellschaft für Patentverwertung.

Die Förderung von Unternehmensgründungen gehört zu den Verpflichtungen, die der Berliner Senat den Hochschulen in den Hochschulverträgen auferlegt hat. akü

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