Gesundheit : Berliner Forschung: 15 neue Sonderforschungsbereiche

tdp

Die Schädigung oder der Ausfall eines einzigen Gens kann schwere Krankheiten hervorrufen. Solche Gene zu erkennen, Ausbruch und Verlauf der Erkrankung zu studieren, ist Ziel eines neuen Sonderforschungsbereiches an der Berliner Humboldt-Universität. Kliniker aus verschiedenen Fachrichtungen sollen darin mit Grundlagenforschern aus Humangenetik und Molekularbiologie zusammenarbeiten.

Zum 1. Juli richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft insgesamt 15 neue Sonderforschungsbereiche ein. Dazu gehört auch ein transregionales Projekt, an dem neben der Berliner Humboldt-Universität die Hochschulen in Bonn, Freiburg und Magdeburg beteiligt sind. Gemeinsam wollen Wissenschaftler dabei Temporallappen-Epilepsien untersuchen. Bei Unwirksamkeit medikamentöser Therapien bietet die Epilepsie-Chirurgie gute Heilungschancen. Das entnommene Hirngewebe eröffnet auch die Möglichkeit, Mechanismen zu analysieren, die für die Entwicklung der Epilepsie von Bedeutung sind.

Insgesamt fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vom Sommer an 284 Sonderforschungsbereiche an 60 Hochschulen. Dafür stehen rund 660 Millionen Mark zur Verfügung. An der Technischen Universität Berlin richtet die DFG einen neuen Transferbereich ein. Nach erfolgreichen Versuchen mit Modelltensiden im Labor wollen die Berliner Wissenschaftler nun ein Konzept zur Reduzierung der Abwasserentsorgungskosten in der Waschmittelproduktion entwickeln.

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