Gesundheit : Berufsbildungsbericht 2001: 14 000 Jugendliche zogen von Ost nach West

Bärbel Schubert

14 000 Jugendliche sind im vergangenen Jahr für eine Lehrstelle von Osten nach West umgezogen. Das ergibt sich aus dem Berufsbildungsbericht 2001 der Bundesregierung. Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) kündigte am Montag vor Journalisten in Berlin eine Verstärkung der Initiativen an, um Jugendliche im Osten zu halten. Dazu sollen die Arbeit von Ausbildungsplatzentwickler im Osten und die Zusammenarbeit von Betrieben in Ausbildungsverbünden beitragen.

Spitzenreiter war im vergangenen Jahr das bevölkerungsreichste Land Nordrhein-Westfalen mit 128 640 neuen Verträgen, gefolgt von Baden-Württemberg mit über 77 000. Die Ausbildungsbilanz des vergangenen Jahres wurde von Arbeitgebern und Gewerkschaften im Lenkungsausschuss Bildung innerhalb des Bündnis für Arbeit sehr unterschiedlich bewertet. DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock schätzte die Bilanz nicht positiv ein. Zwar seien im vergangenen Jahr gut 14 000 Ausbildungsverträge zusätzlich abgeschlossen worden. Doch da im Jahr zuvor ungefähr genauso viele abgebaut worden seien, habe man trotz des Bewerberzuwachses nur das Niveau von 1998 erreicht. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 621 693 neue Verträge abgeschlossen - weniger staatlich finanzierte Plätze als im Jahr 1999, aber mehr betriebliche. Besonders in den Dienstleistungsberufen gibt es einen Zuwachs.

Bulmahn kündigte zudem Fördermaßnahmen für Jugendliche mit Hauptschulabschluss an. Sie hätten besondere Probleme eine Lehrstelle zu finden.

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