Gesundheit : Bessere Chemotherapie bei Lungenkrebs

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Das Krebsmittel Avastin ist ein Antikörper, der die Blutzufuhr von Krebstumoren blockiert. Es wird bereits bei Darmkrebs eingesetzt und hat auch bei anderen Karzinomen seine Wirksamkeit bewiesen. Eine jetzt veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass das Medikament auch das Überleben von Patienten mit der häufigsten Form von Lungenkrebs verlängert. Im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie stieg während der Behandlung mit Avastin allerdings das Risiko gefährlicher Lungenblutungen an, berichten amerikanische Forscher im „New England Journal of Medicine“.

In der Studie wurden zwischen Juli 2001 und April 2004 878 Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkrebs durch eine Chemotherapie mit Paclitaxel (Handelsname Taxol) und Carboplatin behandelt. Die Hälfte der Probanden erhielt zusätzlich alle drei Wochen Avastin. Dadurch verlängerte sich die mittlere Überlebensrate von zehn auf zwölf Monate. Mit Avastin sprachen 35 Prozent auf die Behandlung an, ohne nur 15 Prozent. Avastin verhindert die Bildung neuer Blutgefäße in den Tumoren und fördert die Wirkung anderer Medikamente zur Chemotherapie. wsa

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