Gesundheit : Bildung weltweit – nicht für alle

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Nach den UNVerpflichtungen soll bis Ende 2015 allen Kindern weltweit eine gute Grundschulerziehung geboten werden. Ohne erhebliche Qualitätsverbesserungen im Bildungsbereich gibt es nach Ansicht der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) kaum Chancen, dies zu erreichen. Das geht aus dem am Donnerstag in Johannesburg (Südafrika) vorgestellten Weltbericht „Bildung für alle 2005“ über 127 Länder hervor. Kritisiert wird die mangelnde Qualität des Unterrichts, sinkende Lehrereinkommen, ungenügende Schulausstattung sowie ungleiche Chancen für Jungen und Mädchen.

Die Finanzhilfen der Geberländer blieben hinter den Zusagen zurück. Eine Ausnahme sei Deutschland, das gemeinsam mit Japan und Frankreich die meiste Hilfe für den Ausbau der Bildungssysteme gewährt. Deutschland finanziert Programme in mehr als 100 Staaten. In der Dritten Welt stehen hohe Klassendichten einer hohen Zahl von Schulabbrechern gegenüber. „Mehr als ein Drittel haben nach vier bis sechs Schuljahren noch Leseprobleme“, erklärte eine der Autorinnen, Südafrikas Bildungsexpertin Linda Chisholm.

Nach Unesco-Schätzungen gehen weltweit 103,5 Millionen Kinder nicht zur Schule – drei Viertel davon leben in Afrika oder Asien. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) sind Mädchen. Insgesamt hat sich der Anteil der Kinder, die eine Schule besuchen, seit 1990 weltweit von 81,7 auf 84 Prozent erhöht (2001). Hielte diese Entwicklung an, wären es 2005 nur 85 Prozent – zu wenig zur Erreichung der UN-Ziele bis 2015. dpa

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