Gesundheit : Bildungsgipfel in Hamburg: Kundenzentren mit Dienstleistung

ddp

Die FDP will eine weitgehende Autonomie der Hochschulen in Deutschland. Auf einem Bildungsgipfel verabschiedeten die Liberalen in Hamburg jetzt einen Thesenkatalog. Danach sollen die Hochschulen Tarifautonomie, Personalhoheit und die Verantwortung für die Qualität von Lehre und Forschung erhalten. Das erklärte die FDP-Bildungspolitikerin Ulrike Flach, die zugleich Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag ist. Nach den Vorstellungen der Liberalen sollen sich die deutschen Hochschulen zu Kundenzentren mit einem ausgeprägten Dienstleistungscharakter entwickeln. Sie müssten sich an den Bedürfnissen der Studenten, der Wirtschaft und der Gesellschaft orientieren. Die Finanzierung der Hochschulen solle vorwiegend über so genannte Globalhaushalte erfolgen.

Hessens Wissenschaftsministerin Ruth Wagner forderte, die Habilitation als Regelvoraussetzung für eine Professur zugunsten anderer Nachweise für die wissenschaftliche Qualifikationen abzuschaffen.

Die Bundestagsabgeordnete Cornelia Pieper appellierte an die Kultusminister der Länder, die Weichen für eine frühere und schellere Bildung zu stellen. Dazu gehören nach Ansicht der FDP der Schuleintritt bereits vom fünften Lebensjahr an, der Unterricht in einer Fremdsprache von der ersten Klasse an und die bundesweite Einführung des Abiturs in der 12. Klasse.

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