Gesundheit : Biotech: Bund fördert Gründer

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Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat ein neues Förderprogramm für Existenzgründer aus der Biotechnologie ausgeschrieben. Das auf zehn Jahre angelegte Programm „ExistGoBio“ ist mit 150 Millionen Euro ausgestattet, teilte Ministerin Edelgard Bulmahn (SPD) gestern in Berlin mit. Unterstützt werden sollen Gründer, die neue Verfahren in den Biowissenschaften entwickeln und deren kommerzielle Verwertung vorbereiten.

Mit „ExistGo-Bio“ will der Bund hoch qualifizierte Nachwuchskräfte aus dem In- und Ausland ansprechen, die bereits mehrjährige Erfahrungen bei Forschung und Entwicklung in Unternehmen oder Kliniken gesammelt haben. Die Teams sollen in fünf aufeinander folgenden Ausschreibungen ausgewählt und bis zu sechs Jahre lang unterstützt werden. Das Programm gebe ihnen Zeit für fundierte wissenschaftliche Arbeit mit Blick auf konkrete Vermarktungsmöglichkeiten, erklärte Bulmahn.

„ExistGo-Bio“ ist laut BMBF der Start für eine neue Förderinitiative, mit der Wissenschaftler verschiedener Bereiche auf die Gründung von Unternehmen vorbereitet werden. Nach den Biowissenschaften sollen weitere Bereiche der Hochtechnologie folgen. Ob das Programm auch unter einer neuen Bundesregierung fortgesetzt wird, ist allerdings ungewiss. Gesichert ist nur die erste Phase von „ExistGo-Bio“.

Mit dem Programm will der Bund „wissensbasierte Firmengründungen erleichtern und als wichtigen Beschäftigungsmotor nutzen“, erklärte Bulmahn. Mit 350 Biotech-Unternehmen stehe Deutschland schon heute europaweit an der Spitze. Insgesamt gebe es in Firmen, die sich mit Biotechnologie befassen, knapp 80000 Arbeitsplätze. -ry (mit ddp)

Informationen im Internet:

www.bmbf.de/_media/press/pm_20050817-184.1.pdf

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