Gesundheit : Bioterrorismus: Die gefährlichsten Biowaffen

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Milzbrand (Anthrax) wird von dem Bakterium Bacillus anthracis hervorgerufen und befällt meist Wiederkäuer und Schweine. Der Erreger bildet Sporen, widerstandsfähige "Dauerkonserven", die Jahrzehnte überleben - ein großer Vorteil beim Einsatz als Biowaffe. Meist kommt es zu eitrigen Entzündungen, dem Haut-Milzbrand. Zu 80 Prozent tödlich ist der Lungen-Milzbrand. Milzbrand ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und läßt sich mit Antibiotika gut behandeln - wenn er rechtzeitig entdeckt wird.

Pocken gelten zwar seit 1977 als ausgerottet, doch halten Experten für denkbar, dass nicht nur die USA und Russland, sondern auch der Irak und Nordkorea geheime Lager besitzen. Der Impfschutz geht zurück, so dass das Virus durch Terroristen eine "zweite Chance" bekäme. Es ist leicht übertragbar, etwa durch Anhusten. Auf der Haut bilden sich Pusteln. Eine mit schweren Blutungen einhergehende Variante ist oftmals tödlich.

Botulismus heißt die von dem Gift des Bakteriums Clostridium botulinum hervorgerufene Krankheit. Es kommt zu lebensbedrohlichen Lähmungen. Das Botulinus-Toxin des nur unter Luftabschluss wachsenden Erregers ist so giftig, dass theoretisch mit einem Gramm zehn Millionen Menschen umgebracht werden könnten. Terroristen könnten versuchen, die Bevölkerung über das Trinkwasser zu vergiften. Behandelt wird mit Antiserum.

Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis hervorgerufen. Die schwer verlaufende Lungenpest endet unbehandelt innerhalb von fünf Tagen tödlich. Pest überträgt sich von Mensch zu Mensch über Tröpfchen (Anhusten). Behandelt wird mit Antibiotika, Vorbeugung mit Antibiotika oder eine Impfung sind möglich.

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