Gesundheit : Bluttest für BSE bei lebenden Tieren

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Göttinger Forscher haben einen Test entwickelt, der den Rinderwahnsinn BSE („Bovine Spongiforme Enzephalopathie“) bereits im Frühstadium nachweisen kann. In einer ersten großen klinischen Studie habe sich der Test als zuverlässig erwiesen, berichten die Wissenschaftler.

Mit Hilfe des Frühtests könne man im Blutserum der Tiere eindeutig genetische Veränderungen feststellen, die eine Verbindung zu BSE haben und im Zusammenhang mit dem Phänomen „Zellstress“ stehen. „Diese GenMarker sind bereits im Frühstadium der Erkrankung nachweisbar, so dass BSE-Risikorinder aus den Höfen entfernt werden können, bevor sie den Schlachthof und damit den Verbraucher erreichen“, sagte Institutsdirektor Bertram Brenig. Die Ergebnisse beruhen auf einer Untersuchung mit rund 1000 Tieren und werden in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts „Clinical and Diagnostic Laboratory Immunology“ vorgestellt.

Die bisher zugelassenen BSE-Tests eignen sich nur für die Untersuchung von Hirngewebe bereits geschlachteter Rinder. Die Testsysteme basieren auf die Analyse von infektiösen Eiweißen („Prionen“), die allerdings nur im letzten Stadium der Erkrankung messbar sind. Man vermutet, dass diese fehlerhaft gefalteten Eiweißstoffe die Ursache von BSE sind. „Der Göttinger Lebendtest unterscheidet sich grundlegend, da er aus einer Blutprobe von lebenden Tieren durchgeführt wird und Gen-Marker, die mit frühen und späten Erkrankungsstadien assoziiert sind, erkennt“, sagte Studienleiter Brenig. Tsp

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