Gesundheit : Brandenburger Hochschulen: Das Land will mehr Studenten

Brandenburgs Hochschulen sollen nach dem Willen von SPD und CDU nun doch weiter ausgebaut werden. Dazu wollen die Koalitionsfraktionen an diesem Donnerstag einen Antrag ins Parlament einbringen. Verlangt wird darin unter anderem, dass mehr Akademiker ausgebildet werden und die "Wissenschaftsflucht" aus Brandenburg gestoppt wird. In einer Bildungsoffensive sollen mehr Abiturienten für ein Studium geworben werden, besonders in den am Arbeitsmarkt nachgefragten ingenieur- und den naturwissenschaftlichen Fächern.

Damit unterstützen die Fraktionen den Kurs von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU), die ebenfalls an einem Konzept arbeitet. Es war bereits bekannt geworden, dass Brandenburg nur noch 40 Prozent seiner Abiturienten im Lande ausbildet. Das ist bundesweit der geringste Anteil.

SPD und CDU erkennen den Hochschulen in ihrem Antrag eine zentrale Rolle für die weitere Entwicklung des Landes zu. Diese würden sie aber nur einlösen können, "wenn das Niveau der Studien-, Lehr- und Forschungsbedingungen deutlich verbessert wird ...". Dazu müssten auch Planungssicherheit, weitgehende Möglichkeiten der Selbstorganisation und Anreize für die Mitteleinwerbung geschaffen werden. Strittig ist allerdings noch, woher nach Jahren mit Etatkürzungen zusätzliche Mittel kommen sollen.

Die Landtagsfraktionen von SPD und CDU unterstützen auch die Empfehlungen des Wissenschaftsrates, wonach die Fachhochschulen stärker ausgebaut werden sollen. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft soll zudem durch eine entsprechende Vergabe von Fördermitteln unterstützt werden.

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