Gesundheit : Britische Forscher verpflanzten Haarwurzeln

Britische Forscher haben ein neues Verfahren für Haarwuchs entwickelt. In einem Selbstversuch transplantierten sie winzige Gewebestückchen aus der Basis von Haarfollikeln (Wurzeln), ohne eine Abstoßungsreaktion auszulösen, wie das britische Fachmagazin "Nature" (Bd. 402, S. 33) vom Freitag berichtet.

Das aus der Kopfhaut eines Mannes stammende Gewebe wurde in die Haut des Unterarms einer Frau verpflanzt. Dort regte das Transplantat die vollständige Neubildung eines Haarfollikels an, so dass nach drei Wochen neue Haare auf dem Arm wuchsen, die sich deutlich von der ursprünglichen Behaarung unterschieden. Wie die Arbeitsgruppe um Colin Jahoda von der Durham University nachweisen konnte, wuchsen tatsächlich männliche Haare auf dem Frauenarm. Das Experiment gelang ohne irgendeinen Einsatz von Medikamenten zur Unterdrückung der Immunabwehr bei der Empfängerin. Vorangegangene Versuche hatten ergeben, dass derartige Zellen offenbar einen "privilegierten Immunstatus" besitzen. Sie können zwischen völlig fremden Personen ausgetauscht werden, ohne vom Immunsystem des Empfängers abgestoßen zu werden.

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