Gesundheit : Charité: Diepgen schafft keine Klarheit über Bettenhochhaus

U.S.

Auf dem Neujahrsempfang der Charité appellierte der neue ärztliche Direktor, Manfred Dietel, an die Politiker, das Bettenhochhaus der Charité in Mitte als klinischen Standort zu erhalten und auch die beiden Klinika in Buch unter der Verantwortung der Charité zu belassen. Dietel erinnerte den Regierenden Bürgermeister daran, dass es eine Zusage der Großen Koalition für Investitionen in Höhe von 800 Millionen Mark gebe.

In seiner Entgegnung bekannte sich Eberhard Diepgen am Mittwochabend zum Standort Mitte der Charité. Er äußerte Verständnis für den Wunsch nach Planungssicherheit und betonte, dass in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2004 für die Charité in Mitte 230 Millionen Mark vorgesehen seien. Damit werde am Ende der versprochene Investitionsumfang von 800 Millionen Mark noch nicht erreicht, sondern die Beträge blieben knapp unter 600 Millionen Mark. Der Rest war eigentlich für die Sanierung des Bettenhochauses vorgesehen - aber die noch im Frühjahr für diesen Zweck geplanten Investitionsgelder waren vom Abgeordnetenhaus im Herbst gestrichen worden. Diepgen sagte: "Auch für das Hochhaus wird es eine Lösung geben." Wie die aussehen soll, umriss der Regierende Bürgermeister nicht. Er sagte lediglich: "Im Zusammenhang mit dem Hochhaus wird es immer darum gehen, dass der Grundsatz einer erfolgreichen Universitätsmedizin in der Verbindung der medizinischen Patientenversorgung mit Forschung und Lehre aufrechterhalten wird. Das ist der Kernpunkt". Er appellierte an die Mediziner, diese Frage ohne Emotionen zu behandeln.

Ehrung für Köttgen

Dreizehneinhalb Jahre lang hat Eckart Köttgen als ärztlicher Direktor gewirkt, zuerst am FU-Klinikum Charlottenburg, dann am Klinikum Rudolf Virchow der FU und schließlich war er noch ärztlicher Direktor der Charité. Gestern wurde Köttgen die höchste Auszeichung der Charité, die Rudolf-Virchow-Medaille, verliehen.

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