Gesundheit : Charité wirbt Rekordsumme ein

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Die vereinigte Charité hat 2003 die Rekordsumme von 92 Millionen Euro eingeworben. Mit den Drittmitteln können allein 1000 Arbeitsplätze an der Charité gesichert werden. Berlins Wissenschaftssenator Thomas Flierl beglückwünschte die Charité gestern beim Neujahrsempfang zu dieser Leistung und wertete sie als Zeichen dafür, dass das vereinigte Universitätsklinikum auch in Zukunft seinen Spitzenplatz in der Universitätsmedizin neben München, Heidelberg und Würzburg halten könne – und das trotz der Auflage, bis zum Jahr 2010 98 Millionen Euro einzusparen. Flierl kündigte an, dass in Kürze über das Gesetz zur Neuordnung der Hochschulmedizin beraten werde.

Das Gesetz sieht die konsequente Trennung der Finanzierung von Forschung und Lehre auf der einen und Krankenversorgung auf der anderen Seite vor. Das hat zur Folge, dass zwei getrennte Vorstände an der Charité arbeiten werden und im Konfliktfall eine Schiedsstelle angerufen werden muss. Der ärztliche Direktor des CharitéStandortes Mitte, Manfred Dietel, befürchtet ein Chaos als Folge dieser Rechtskonstruktion. Die Anstalt bekommt nicht jene Rechte, die der Charité ein so selbstständiges Wirtschaften erlauben würde, wie es am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf möglich ist. Dort ist das Klinikum als Anstalt für Forschung, Lehre und Krankenversorgung insgesamt zuständig. Es kann Grundstücke verkaufen oder beleihen, Gebäude vermieten oder verkaufen und ist zur Kreditaufnahme berechtigt. U.S.

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