Gesundheit : Chemotherapie bei Blasenkrebs

Medikamente vor der Operation verlängern die Überlebenszeit

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Rauchen erhöht das Krebsrisiko. Das gilt auch für bösartige Blasentumoren. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 15700 Menschen an diesem Tumor. Jetzt haben amerikanische Ärzte herausgefunden, wie sich die Lebenserwartung vieler Betroffener verlängern lässt. Die Mediziner behandelten Kranke mit örtlich fortgeschrittenem, bereits in den Blasenmuskel eingewachsenem Krebs nicht nur durch eine Operation, sondern auch mit einer Chemotherapie vor dem Eingriff.

Wie die Experten im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ berichten, konnte durch eine Behandlung mit mehreren Medikamenten vor der Operation („neoadjuvante Chemotherapie“) der Tumor verkleinert oder zum Verschwinden gebracht werden.

Wer lediglich operiert wurde, hatte noch etwa 41 Monate zu leben, mit Chemotherapie waren es dagegen 77 Monate. Das Risiko, an Blasenkrebs zu sterben, stieg um 66 Prozent, wenn keine Chemotherapie vor der Operation erfolgte. „Die Chemotherapie hat den Krebs wirksam reduziert“, sagte Studienleiter Barton Grosmann von der Universität von Texas. „Zehn Jahre nach der Behandlung sind einige Patienten immer noch am Leben – die Chemotherapie vor der Operation hat sie geheilt.“ wez

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