Gesundheit : Collegium Polonicum: Vertraglich gesichert

Deutschland und Polen haben sich über die Finanzierung des Collegium Polonicum in Slubice verständigt. Ein entsprechendes Abkommen wurde jetzt nach jahrelangen Verzögerungen am Rande der der deutsch-polnischen Konsultationen in Frankfurt (Oder) paraphiert. Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) kündigte bei diesem Anlass an, dass außerdem ein Staatsvertrag zwischen Polen und dem Land Brandenburg über das Collegium Polonicum noch in diesem Jahr unterzeichnet werde.

Der Vertrag legt fest, dass Brandenburg die Personalkosten für fünf Professuren und sieben wissenschaftliche Mitarbeiter trägt. Warschau stellt die Sachausstattung des europaweit einmaligen grenzübergreifenden Lehr- und Forschungsinstituts.

Das von der der Universität Poznan (Posen) getragene Collegium auf der polnischen Seite der Oderbrücke arbeitet eng mit der Frankfurter Europa-Universität zusammen. Von den 4000 Studenten der Viadrina sind ein Drittel Polen. Das Collegium Polonicum war schon im Juni 1998 eröffnet und nach seiner Fertigstellung im Frühjahr 2001 feierlich an die Nutzer übergeben worden. Auch ohne Unterzeichnung des Vertrages wurde bislang nach dessen Grundsätzen verfahren. Ursache für die jahrelangen Verzögerungen ist dem Vernehmen nach vor allem der Streitpunkt, dass Warschau den Vertrag nicht mit einem Bundesland abschließen wollte. Die deutsche Seite hatte allerdings stets darauf verwiesen, dass die Hochschulhoheit in der Bundesrepublik bei den Ländern und nicht beim Bund liegt.

Am Collegium lernen heute rund 800 Studenten hauptsächlich aus Polen und aus Deutschland. Das Institut bietet die Studiengänge Politikwissenschaften, Umweltschutz und Raumwirtschaft sowie Aufbaustudien, etwa Vergleichende Mitteleuropastudien .

0 Kommentare

Neuester Kommentar