Gesundheit : Computerhilfe fürs Einparken

Mathematiker entwirft Formel

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Albträume mancher Autofahrer möchte Norbert Herrmann von der Universität Hannover verhindern: Der Mathematiker entwickelt eine Formel für das Einparken, mit deren Hilfe in Zukunft ein BordComputer die schwierige Übung übernehmen könnte, an der so mancher Führerschein-Aspirant scheitert. Allerdings funktioniert die Rechnung mit den in der Fahrschule gelehrten Richtwerten kaum: Schlägt man beim Rückwärtsfahren die Lenkung so lange ein, bis der Wagen im halben rechten Winkel (45 Grad) zur Bordsteinkante steht und lenkt dann gegen, landet das Auto zwar tatsächlich optimal am Rand der Fahrbahn. Jedoch nur, wenn man vorher mehr als einen Meter seitlichen Abstand zum Vordermann gehalten hätte. Bereits der erste Versuch eines solchen Einparkens würde in einer deutschen Großstadt aber in einem Hupkonzert untergehen.

Daher wählt Norbert Herrmann einen Abstand von Null zum Vordermann und verringert den optimalen Winkel auf 34 Grad. Jetzt würde zwar das Fahrzeug ebenfalls exakt an der Bordsteinkante landen, hätte aber vorher Tür und Kotflügel des Vordermanns demoliert. Um das zu vermeiden, gibt der Mathematiker einen seitlichen Abstand von zehn Zentimetern ein und lässt den Rest der Formel unverändert. Ohne den Vordermann zu zerkratzen, landet das Fahrzeug nun zehn Zentimeter vom Fahrbahnrand entfernt und damit in einer auch für Politessen akzeptablen Entfernung.

Allerdings sollte die Parklücke für einen Opel Corsa dann mindestens 5,93 Meter lang sein, ein E-Klasse-Mercedes braucht sogar 7,15 Meter. Jetzt muss Norbert Herrmann nur noch einen Autohersteller finden, der die Formel in den Bordcomputer tippt. RHK

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