Gesundheit : Das ABC der Gelbsucht

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Die Hepatitis A (akute Gelbsucht) wird meist durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser in Gegenden mit mangelnder Hygiene übertragen und ist für uns hauptsächlich eine Reisekrankheit. Sie heilt fast immer binnen drei Monaten von selbst aus. Zu verhüten ist sie durch eine Impfung und einer Einhaltung von Hygieneregeln.

Hepatitis B wurde früher am häufigsten durch Bluttransfusionen übertragen. Seit Spenderblut streng getestet wird, sind sexueller Kontakt und verunreinigte Spritzen (Drogensüchtige) die Hauptinfektionsquelle. Bei 90 Prozent der Infizierten heilt die Hepatitis folgenlos aus, aber bei zehn Prozent wird sie chronisch. Eine Impfung wird für alle Kinder sowie für Infektionsgefährdete empohlen. Auf eine medikamentöse Behandlung spricht nur ein Teil der Kranken an.

Die Hepatitis C wurde ebenfalls überwiegend durch medizinische Anwendung von Blut und Blutprodukten übertragen, bevor sie getestet wurden. Seither steckt man sich vor allem durch verunreinigte Spritzen an, auch Tätowierung und Piercing gelten als Risiko. In mindestens der Hälfte der Fälle wird die Krankheit chronisch. Seit kurzem haben aber viele Patienten gute Heilungschancen. Impfstoffe sind in der Entwicklung. Infektionen mit den Hepatitis-Viren D, E und G spielen bei uns kaum eine Rolle. Neben Hepatitis-Viren können noch andere Erreger eine Leberentzündung verursachen. R.St.

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