Gesundheit : Das erste Fernsprechamt der Welt geht 1878 in Betrieb

Sonja Kastner

Heute vor 122 Jahren, am 25. Januar 1878, wurde in New Haven im US-Bundesstaat Conneticut das erste Fernsprechamt der Welt in Betrieb genommen. Wünschte ein Telefonbesitzer eine Verbindung, so drückte er an seinem Telefon eine spezielle Taste. In der Vermittungsstelle fiel daraufhin, durch den elektromagnetischen Strom ausgelöst, eine Klappe im Vermittlungsschrank. Zum Vorschein kam die Nummer des Anrufers. Der Vermittlungsbeamte fragte nun den Teilnehmer nach seinem gewünschten Gesprächspartner und stellte die Verbindung her. Dazu stöpselte er eine Verbindungsschnur in die Buchse des Gesprächsteilnehmers. Nach dem Gespräch musste er diese wieder von Hand zurückgestellen.

Wegen dieser beschränkten technischen Möglichkeiten waren die so genannten Klappenschränke zur Vermittlung auf einhundert Teilnehmer begrenzt. Zehn Jahre später konnte man mit Vielfachschaltern eine beliebige Anzahl von Telefonen in Ortsgesprächen verbinden. Nach und nach wurden die zunächst männlichen Vermittlungsbeamten durch "das Fräulein vom Amt" ersetzt. Dies verlief nicht immer reibungslos, denn viele Beamte waren davon überzeugt, dass Frauen das Fernsprechgeheimnis nicht wahren konnten. In Berlin startete 1881 das erste öffentliche Telefonnetz mit acht Teilnehmern - auch hier wurde per Hand vermittelt.

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