Gesundheit : Das geplante Modernisierungsprogramm ist nicht für alle Hochschulen gedacht

U.S.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat ein Sonderprogramm für die Modernisierung der Informatik an den Hochschulen in Aussicht gestellt: Mit 100 Millionen Mark soll es je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert werden. Im Bundeswissenschaftsministerium ist man guter Hoffnung, dass auch die Länder dieses Sonderprogramm mittragen werden, erklärte die stellvertretende Pressesprecherin Bettina Bundszus. Rechnet man jedoch den Betrag auf fünf Jahresraten und die beteiligten Hochschulen um, so schwindet die hohe Summe wie Schnee in der Frühjahrssonne. 20 Millionen Mark stehen dann nur pro Jahr zur Verfügung für 91 Universitäten und Fachhochschulen, die in der Informatik ausbilden. Würde jede Hochschule bedacht, kämen nur 210.000 Mark pro Hochschule heraus. Das entspräche den Kosten von zwei Assistentenstellen.

Auf diese Weise möchte der Bundeskanzler das Sonderprogramm nicht mit der Gießkanne verteilen. Vielmehr denkt er an eine gezielte Förderung nur der besten Informatikangebote. Es geht in erster Linie um eine Verbesserung der Qualität, eine Steigerung der Effizienz in der Ausbildung und um eine intensivere Betreuung der Studenten.

Wegen der kurzen Laufzeit des Programms - fünf Jahre entsprechen dem Durchlauf eines Studentenjahrgangs - können zusätzliche Stellen in erster Linie nur für Assistenten geschaffen werden. Sollten neue Hochschullehrer für die Informatik gewonnen werden, lassen sich deren Stellen über das Sonderprogramm nur anschieben. Nach fünf Jahren müssten dann die Länder die vollen Kosten für die neuen Professuren übernehmen, verlautet aus dem Bundeswissenschaftsministerium. Der Start des Programms ist im Wintersemester 2000/2001 geplant.

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