Gesundheit : Das Gold und das Gift

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Beim Stichwort „Goldförderung in Rumänien“ gibt es allerdings eine äußerst bedenkliche Assoziation. Hatte doch ein Dammbruch an der Mine von „Baia Mare“ Ende Januar 2000 rund 100 000 Kubikmeter zyanid und schwermetallhaltiger Schlämme in benachbarte Flüsse und mit ihnen bis nach Ungarn und Bulgarien geschwemmt. Der Vorfall gilt als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in Europa.

Das hochgiftige Natriumzyanidsalz wird in Wasser gelöst, diese Lösung dient dann zum Waschen des zermahlenen Gesteins. Dadurch lässt sich das Gold besser von den Mineralien trennen. Das Verfahren ist sehr effizient und wird daher gerade bei den geringen Edelmetallkonzentrationen im Abraum gern eingesetzt. Ist das Metall gesichert, bleibt das Gift in Schlämmen übrig. Droht mit der neuen Planung irgendwann womöglich ein neues Desaster?

Die Anlagen in „Baia Mare“ jedenfalls, betrieben vom australischen Konzern Esmeralda, wiesen nach Einschätzung auch europäischer Untersuchungskommissionen schwere Sicherheitsmängel auf. Zum Bruch des Dammes kam es, als er durch Wasser der Schneeschmelze zusätzlich belastet wurde.

Im nun projektierten Minen-Neubau hingegen soll nach Darstellung der Rosia Montana Gold Corporation nach einem eigens entwickelten „Zyanidbehandlungsplan“ gearbeitet werden: „Die Bestimmungen wurden unter der Schirmherrschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen entwickelt“, beteuert das Unternehmen.

Die Fabrik soll „eine Aufbereitungsanlage mit hochmoderner Zyanidvernichtungs-Technologie“ erhalten. Abwasser sollen nicht entstehen: „Die gesamte Aufbereitungs- sowie die Abfallbehandlungsanlage werden so ausgelegt, dass Abwässer nicht in die Umwelt ausgestoßen, sondern recycliert und wieder an die Aufbereitungsanlage zurückgeführt werden.“

Weiteres im Internet unter

www.rosiamontanagoldcorp.com/deu/index2.htm

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