Gesundheit : Das Herbst-/Winter-Programm reicht von Science War bis Kannibalismus

I.B.

"Unsere große Chance ist, dass wir nicht auf Disziplinen festgelegt sind", sagt Sigrid Weigel, Direktorin des Einstein-Forums. "Wir können auf Themen eingehen, die gerade in der Luft liegen." Das Herbst-/Winter-Programm des Einsteinforums, das gestern auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, greift einige von diesen auf.

Die Diskussion um Sloterdijk und Habermas hat es gezeigt: Das Verhältnis zwischen Geistes- und Naturwissenschaften ist derzeit gespannt. Insofern kommt das Buch "Eleganter Unsinn" zur rechten Zeit. In ihm wird den postmodernen Philosophen vorgeworfen, sie nutzten naturwissenschaftliche Terminologie, um ihre Unwissenschaftlichkeit zu tarnen. Im Rahmen einer gemeinsamen Buchpräsentation des Einstein-Forums, des Verlags C.H. Beck und des ZDF stellen sich die beiden Autoren am 18. Oktober der Diskussion mit Geisteswissenschaftlern.

Ein weiteres großes Thema des Programms ist die dreitägige Tagung "Das Gesicht der Weimarer Republik" vom 17. bis zum 19. Dezember, die gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum organisiert wird. Man wolle zeigen, wie "diese Epoche das eigene Physiognomie inszenierte", sagt Organisatorin Claudia Schmölders: "Zum Beispiel Kosmetische Chirurgie in den 20ern oder der Umgang mit Gesichtsverwundungen aus dem Ersten Weltkrieg."

Weitere Tagungen und Themen: "Die Konstruktion des Kannibalismus" (3. Oktober), "Zum Umgang mit der Geschichte der Konzentrationslager in beiden Nachkriegsgesellschaften" (28. bis 31. Oktober, Ende der Anmeldefrist: 30. September) und andere.Genaue Programminfos gibt es unter Telefon: (0331) 27 178 0.

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