Gesundheit : Der Immunforscher Ernst Th. Rietschel

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Ernst Theodor Rietsch el , 64, hat im November die Nachfolge von Hans-Olaf Henkel an der Spitze der Leibniz-Gemeinschaft angetreten. Rietschel ist Professor für Biochemie, seit 1980 ist er Direktor am Forschungszentrum Borstel (bei Hamburg) der Leibniz-Gemeinschaft. Der in Frankfurt/M. aufgewachsene Wissenschaftler habilitierte sich 1978 in Freiburg. 1980 nahm er einen Ruf an die Medizinische Hochschule Lübeck an (Fachgebiet „Immunchemie und Biochemische Mikrobiologie“). Rietschel erforscht die Beziehung zwischen bakteriellen Krankheitserregern und den Zellen des Wirtsorganismus. Ziel ist es, die Prozesse bei einer Infektion mit Bakterien besser zu verstehen und so das Fundament für neue Therapien zu legen. Er wurde vielfach geehrt, so 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Seit 2003 war er Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft.

In der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz sind 84 eigenständige Forschungsinstitute mit insgesamt 13 000 Mitarbeitern und einem Gesamtetat von rund einer Milliarde Euro zusammengeschlossen. In der Regel werden die Institute zur Hälfte von den Ländern und zur Hälfte vom Bund bezahlt. Berlin hat 20 Leibniz-Institute. akü

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