Gesundheit : Der Mond besteht zur Hälfte aus Erde

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Erde und Mond sind engstens verwandt. Mindestens die Hälfte der Masse des Mondes stammt aus den äußeren Schichten der Erde. Das haben Carsten Münker und seine Kollegen vom Mineralogischen Institut der Uni Münster und vom MaxPlanck-Institut für Chemie in Mainz herausgefunden.

Erde und Mond entstanden bei einer Kollision zweier Gestirne: Vor 4,5 Milliarden Jahren stürzte der marsgroße Himmelskörper „Theia“ auf die Protoerde. Sie verschmolzen miteinander. Durch die Wucht des Aufpralls gelangten Trümmer ins All. Sie sammelten sich in der Erdumlaufbahn und vereinigten sich zum Mond. Über die Hälfte des Mondmaterials kam dabei aus dem Erdmantel, stellten Forscher bei Gesteinsanalysen fest.

Die äußeren Gesteinsschichten der Erde enthalten nur wenig Niob. Das chemische Element verschwand während der Entstehung der Erde zu einem Gutteil im Erdkern. Doch auch dem kleinen Mond fehlt etwas Niob, obwohl in seinem Inneren keine starke Trennung der Elemente stattgefunden haben kann. Hitze und Druck im Mondinnern haben dafür nie ausgereicht. Aus dem Vergleich der Niobanteile von Mond-, Erd- und Meteoritengestein konnten die Forscher nun auf die enge Verwandtschaft schließen. tdp

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